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Vivienne Harper trug schwarze Leggings, ein graues Sweatshirt und Sneaker, die aussahen, als hätte sie sie irgendwo neben der Haustür gefunden. Sie hatte sie in Manhattan gekauft. Achthundert Dollar. „Ich verstehe Menschen nicht, die sich für ein Mittagessen verkleiden“, sagte sie und zog das Sweatshirt über ihren Bauch. „Mir ist so etwas völlig egal.“
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06:41 Uhr. Flughafen. Ein Gate, zu hell für diese Uhrzeit. Der Boden glänzt, als hätte jemand Müdigkeit poliert. Über mir dieses weiße Licht, das alle Menschen gleich aussehen lässt. Blass. Teuer. Gereizt. Bereit für ein Leben, das im Handgepäck besser aussieht als im Kopf. Vor mir eine Frau mit Louis-Vuitton-Tasche. Das Monogramm groß genug, damit…
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„Das Einzige, was trauriger ist als Alice Weidel, sind die, die Alice Weidel wählen.“
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Kennst du das? Wenn dich die ständigen Gedanken müde machen. Ich schon. 2025 war ein intensives Jahr.Es war ein Jahr der Überlebens. Ich habe lange geglaubt, Schweigen sei Haltung. Nicht reagieren.Nicht erklären.Nicht richtigstellen. Wenn Menschen falsche Dinge über mich erzählenund andere das glauben,dann ist das ihr Spiegel, nicht meiner. Das war mein Prinzip. Und das…
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der raum ist blau. von diesem wasserbefeuchter, der die luft schwer macht. ich brauche das, sonst krieg ich keine ruhe. der dampf zieht durchs zimmer wie eine zweite haut. ich atme langsam. are u happy?
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„Können Sie bitte Kopfhörer benutzen?“ Er schaut hoch, einmal kurz orientierungslos, dann nickt er. „Oh. Sorry. Hab ich gar nicht gemerkt.“ Er tippt, der Ton fällt ab, der Bass kippt auf halblaut. Kein Streit. Kein Theater. Erledigt.
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DER BLICK Ich sitze im Café und bestelle mir Kaffee. Schwarz. Einfach. Die anderen bestellen Dinge, die klingen wie Trendwörter, nicht wie Getränke. Was war das nochmal – Iced Matcha Latte? Shirin hatte das letzten Sommer ständig, als wär’s ein Ticket zu einem besseren Leben.
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Name & Zeichen Das Schild am Ortseingang trug mehr Pflaster als Lack. Hinterwald stand darunter, darüber hing Papier in Schichten: Spenden für Krüger, Sicherheitsgarantien jetzt, Berghaus verteidigt nur, Westwind hilft. Die Leute sagten, hier ändere sich wenig. Aber die Zettel wechselten, und das war genug, um zu merken, was weiterging. Herr Berghaus wohnte am Rand…
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„Typisch amerikanisch“, sagten die Jungen in der Umkleide, wenn sie lachen wollten. „So nennen die Heteros ihre Kinder.“









