In einer Welt, die man tut als würde es sich so sehr um Respekt und die Unantastbarkeit der Würde des Menschen drehen, ist es unabdingbar nicht zu vergessen, dass Freiheit und Selbstbestimmung ebenso entscheidend sind.
Die Welt um uns herum wird doch nicht besser, sie wird absolut abgeschnitten und in einem eintönigen Farbton gemalt.
Körperpositivität mag ein Beispiel sein, wie wir versuchen, uns von äußerlichen Beurteilungen zu befreien, aber trotzdem ist das doch nur Selbstlüge. Die Abnehmspritze, die OPs, sie werden mehr.
Ein gutes Beispiel hierfür ist die persönliche Präferenz für Bärte – ich persönlich finde sie unattraktiv. Das heißt jedoch nicht, dass ich jemanden verurteile, der einen Bart trägt. Ich bevorzuge einfach eine glatte Rasur.
Wenn ich eine Modemarke für sportliche Menschen designen will, sollte mir die Entscheidungsfreiheit darüber, welche Vielfalt abgebildet wird, gelassen werden. Es ist in Ordnung, wenn ich nicht die Vielfalt zeigen möchte, die man uns vorschreibt zu zeigen.
Falsch wäre wenn ich ein No tragen Schild aufhängen würde. Damit verletze ich Menschen. Es ist akzeptabel zu sagen, dass man es nicht kaufen möchte, aber es ist nicht in Ordnung, anderen vorzuschreiben, wie sie sich präsentieren sollten.
Wir stehen an einem Scheideweg, an dem wir uns fragen müssen, ob wir wirklich noch 100% authentisch sein können. Die Gefahr besteht darin, dass wir uns in einem Dilemma aus politischer Korrektheit verfangen und uns selbst die Freiheit nehmen, einfach wir selbst zu sein.
Warum sollte es als Diskriminierung gelten, wenn man sich zu jemandem des anderen Geschlechts hingezogen fühlt? Oder warum sollten Unternehmen dazu gezwungen werden, Produkte für übergewichtige Menschen anzubieten? Die Vielfalt, die wir alle schätzen, sollte auch in unseren Gedanken und Entscheidungen Raum finden.
Jeder von uns strebt nach Respekt und Anerkennung. Es ist wichtig zu verstehen, dass unsere Meinungen uns wichtig sind, aber genauso wichtig sind die Meinungen anderer.
Es ist inakzeptabel zu behaupten, dass die eigene Meinung die einzig richtige ist und die Meinung anderer falsch ist. Anstatt sich gegenseitig abzukanzeln und unsinnige Dinge zu schreiben, sollten wir lernen und Respekt zeigen, um selbst respektiert zu werden.
Im Spiegel der Toleranz sollten wir erkennen, dass wir alle gleich sind – unabhängig von Geschlecht, Nationalität oder Alter.
Denken Sie darüber nach und erinnern Sie sich daran:
Jeder sollte die Freiheit haben, zu sein, wer er ist, ohne dabei andere zu verletzen.
