Neues Jahr, neuer Blick auf mich selbst

Neues Jahr, neuer Blick auf mich selbst

Es gibt viele Menschen, die sich zum Jahreswechsel Vorsätze machen – vielleicht hörst du selbst gerade von allen Seiten Sätze wie: „Ich höre auf zu rauchen“ oder „Dieses Jahr mache ich mehr Sport.“ 

Doch für mich bedeutet ein neues Jahr etwas anderes. Es ist weniger ein Moment für große Vorsätze, sondern eine Gelegenheit für echte Reflexion und Anpassung. Denn ich habe gelernt: Veränderungen geschehen nicht durch Worte oder Absichtserklärungen. Sie entstehen durch tiefe Einsicht und konsequente Arbeit an sich selbst.

Deshalb möchte ich etwas mit euch teilen, das mir persönlich viel bedeutet. Eine Erkenntnis, die lange gereift ist – durch Gespräche, Therapien und nicht zuletzt durch jemanden, der mir aufrichtig und klar die Augen geöffnet hat.

Warum ich oft falsch verstanden wurde

Ich habe mich oft gefragt, warum es in meinem Leben immer wieder Schwierigkeiten gab – Konflikte, Missverständnisse oder Menschen, die sich von mir zurückgezogen haben. Was habe ich falsch gemacht? Warum verstehen sie nicht, dass ich es gut meine?

Dabei gab es eine einfache Wahrheit, die ich jahrelang übersehen habe: Mein Verhalten hat nicht zu dem gepasst, was ich gesagt habe. Und das hat wehgetan – nicht nur anderen, sondern letztlich auch mir selbst.

Ein Beispiel: Ich habe oft begeistert Dinge angekündigt, wie „Lass uns nach New York fliegen“ oder „Ich komme auf jeden Fall zu deiner Feier.“ Aber dann kam etwas dazwischen. Termine, Krankheit, andere Prioritäten. Für mich war das nie gelogen – in dem Moment, als ich es gesagt habe, war ich zu 100 % überzeugt davon. Doch ich habe nicht verstanden, wie es bei anderen ankam: als Enttäuschung, als Unzuverlässigkeit, als Bruch von Versprechen.

Die Bedeutung von Reflexion und ehrlichem Feedback

Jahrelang habe ich die Reaktionen der Menschen nicht verstanden. Sie haben sich zurückgezogen, vielleicht aus Enttäuschung, aber selten haben sie mir offen gesagt, warum. Es hat lange gedauert – und vor allem einen Menschen, der ehrlich genug war, es mir zu erklären –, bis ich begriffen habe, wie mein Verhalten auf andere wirkt.

Ich habe erkannt, dass meine Worte für mich oft der Anfang einer Idee sind, während sie für andere schon wie ein festes Versprechen klingen. Das ist ein wichtiger Unterschied, den ich bisher nicht gesehen habe.

Auch Therapie hat mir geholfen, diese Muster zu durchschauen. Aber es hat Jahre gedauert. Es ist keine einfache Erkenntnis, sich einzugestehen, dass man anderen unabsichtlich wehgetan hat. Aber genau diese Einsicht ist der erste Schritt, um etwas zu ändern.

Was ich daraus gelernt habe

Ich werde mich nicht entschuldigen, wer ich bin. Aber ich möchte mich entschuldigen, wenn mein Verhalten  verletzt hat. Das war nie meine Absicht, und es tut mir aufrichtig leid.

2025 ist für mich kein Jahr voller neuer Vorsätze. Es ist ein Jahr, in dem ich weiterhin daran arbeite, klarer zu kommunizieren, bewusster zu handeln und die Menschen in meinem Leben nicht nur mit guten Worten, sondern auch mit verlässlichen Taten zu unterstützen.

Wenn du dich selbst in diesen Zeilen wiederfindest, möchte ich dir sagen: Veränderung ist möglich, aber sie braucht Zeit. Es ist okay, Fehler zu machen – solange du bereit bist, daraus zu lernen.

Ich wünsche uns allen ein Jahr voller Reflexion, Verständnis und echter Verbindungen. Denn am Ende sind es nicht unsere Vorsätze, die zählen, sondern die kleinen, echten Schritte, die wir jeden Tag machen.

Alles Gute für das neue Jahr!
Sebastian

New Year, New Perspective on Myself

Many people make resolutions as the new year begins—you might even hear phrases like, “I’m quitting smoking” or “This year, I’ll work out more.”

For me, though, a new year means something different. It’s not about grand resolutions but rather an opportunity for real reflection and adaptation. I’ve learned that change doesn’t come from words or declarations of intent. True change emerges from deep insight and consistent effort.

That’s why I want to share something personal with you—an understanding that has taken years to develop. It came through conversations, therapy, and, most importantly, someone who was honest and clear enough to help me see the truth.

Why I Was Often Misunderstood

I’ve often wondered why there were recurring difficulties in my life—conflicts, misunderstandings, or people pulling away from me. What was I doing wrong? Why couldn’t they see that my intentions were good?

The simple truth, which I had overlooked for years, is this: My actions didn’t align with my words. And that caused pain—not just for others, but also for myself.

Here’s an example: I would enthusiastically say things like, “Let’s fly to New York!” or “I’ll definitely be at your party.” But then, something would come up—appointments, illness, or other priorities. For me, these weren’t lies. In the moment, I was 100% convinced I meant them. Yet I didn’t realize how this came across to others: as disappointment, unreliability, or broken promises.

The Importance of Reflection and Honest Feedback

For years, I didn’t understand people’s reactions. They would withdraw, perhaps out of disappointment, but rarely tell me why. It wasn’t until someone had the courage to explain it to me that I began to understand the impact of my behavior.

I realized that, for me, my words often represent the beginning of an idea, while for others, they sound like a concrete promise. That’s a crucial difference I hadn’t seen before.

Therapy also helped me unravel these patterns. But it took years. Admitting that I unintentionally hurt others isn’t easy. Yet this acknowledgment is the first step toward meaningful change.

What I’ve Learned

I won’t apologize for who I am. But I will apologize if my behavior has hurt anyone. That was never my intention, and I am sincerely sorry.

2025 isn’t a year for big resolutions for me. It’s a year where I’ll keep working on clearer communication, being more mindful, and supporting the people in my life—not just with good intentions, but with reliable actions.

If you see yourself in these words, I want you to know: Change is possible, but it takes time. It’s okay to make mistakes, as long as you’re willing to learn from them.

I wish all of us a year filled with reflection, understanding, and genuine connections. Because, in the end, it’s not our resolutions that matter but the small, meaningful steps we take every single day.

Happy New Year!
Sebastian